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Anbausysteme

Eine Anlage leistet so viel, wie ihr schwächstes Teilsystem zulässt.

Beleuchtung, Kälteleistung, Entfeuchtung, Luftführung und Bewässerung wirken als ein zusammenhängendes System. In der Praxis werden sie jedoch häufig einzeln ausgelegt. Die Folge: Eine Komponente begrenzt unbemerkt die Leistung der gesamten Anlage.

In bestehenden Anlagen sehen wir häufig eine Diskrepanz zwischen der installierten Beleuchtungsleistung und der Fähigkeit der Anlage, die dadurch entstehende Feuchtelast abzuführen. Der Anbauplan geht von der vorhandenen Lichtleistung aus, die Anlage kann diesem Potenzial jedoch nur so lange folgen, bis die Entfeuchtung an ihre Grenze kommt.

Wir berechnen das Zusammenspiel der einzelnen Systeme anhand Ihres tatsächlichen Anbauplans und identifizieren den begrenzenden Faktor, bevor Sie investieren. Bei bestehenden Anlagen lässt sich häufig bereits ohne größere Investitionen Leistung zurückgewinnen, etwa durch eine bessere Regelung, optimierte Luftführung oder angepasste Abläufe.

Umgebungsparameter im Kulturverlauf

Schematische Darstellung

01

Vermehrung

  • Hohe rel. Feuchte
  • Niedriges VPD
  • Geringe Lichtsumme
  • Ruhige Luftführung

02

Vegetative Phase

  • Mittlere rel. Feuchte
  • Steigendes VPD
  • Steigende Lichtsumme
  • Aktive Durchmischung

03

Blüte, früh

  • Sinkende rel. Feuchte
  • Stabiles VPD
  • Höchste Lichtsumme
  • Hohe Entfeuchtungslast

04

Blüte, spät

  • Niedrige rel. Feuchte
  • Enges VPD-Fenster
  • Lichtsumme konstant
  • Bestandsklima kritisch

05

Trocknung

  • Kontrollierte Feuchte
  • Niedrige Temperatur
  • Kein Licht
  • Langsame Luftbewegung
Schematische Darstellung der relevanten Führungsgrößen je Kulturphase. Konkrete Sollwerte werden individuell auf Anlage und Cultivar abgestimmt und sind hier bewusst nicht angegeben.

Raumkonzept und Arbeitsablauf

Raumanordnung, Wege zwischen den Bereichen und die Reihenfolge der Arbeitsschritte beeinflussen nicht nur die Effizienz, sondern auch Hygiene und Kulturrisiken. Diese Faktoren werden bereits bei der Planung entschieden, nicht erst, wenn ein Problem auftritt.

  • Raumaufteilung und Flächennutzung
  • Trennung von Kulturstadien
  • Wege, Schleusen und Hygienekonzept
  • Arbeitsabläufe zwischen den Räumen
  • Erweiterbarkeit der Anlage

Beleuchtung

Die Lichtstrategie wird auf Kulturphase und Cultivar abgestimmt, mit Blick auf Lichtverteilung und Wärmeeintrag, nicht nur auf die installierte Leistung.

  • Auswahl und Auslegung der Beleuchtung
  • Photosynthetisch wirksame Lichtverteilung
  • Lichtsumme je Kulturstadium
  • Wärmeeintrag und Rückwirkung auf die Klimatechnik
  • Effizienz je erzeugtem Gramm

Klima, Luftführung und CO₂

Stabilität ist wichtiger als der ideale Sollwert. Ein Raum, der seinen Zielwert im Mittel erreicht, ihn im Tagesverlauf aber deutlich verlässt, führt die Kultur schlechter als ein konservativ eingestellter, stabiler Raum.

  • Temperatur- und Feuchteführung nach Kulturphase
  • VPD-Strategie über den Tagesverlauf
  • Luftführung, Durchmischung und Bestandsklima
  • CO₂-Strategie und Grenzen ihrer Wirksamkeit
  • Entfeuchtungsleistung im Verhältnis zur Transpiration
  • Verhalten in der Dunkelphase

Bewässerung, Fertigation und Substrat

Wurzelraum, Nährlösung und Bewässerungsrhythmus müssen als Einheit betrachtet werden. Substratwahl und Bewässerungsstrategie lassen sich nicht unabhängig voneinander planen.

  • Substratauswahl und Wurzelraumvolumen
  • Bewässerungsrhythmus und Gabengröße
  • Fertigation und Nährlösungsführung
  • pH- und EC-Führung
  • Drainagekontrolle und Auswertung der daraus gewonnenen Daten
  • Fehlersuche bei Ernährungsstörungen

Sensorik und Monitoring

Messstellen an den richtigen Punkten, in ausreichender Anzahl und mit zuverlässig auswertbaren Aufzeichnungen. Ohne verlässliche Daten bleibt jede Optimierung eine Vermutung.

  • Auswahl und Platzierung der Messstellen
  • Messung im Bestand statt nur im Raum
  • Aufzeichnungsintervalle und Datenhaltung
  • Alarmierung und Schwellenwerte
  • Kalibrierung und Plausibilitätsprüfung
  • Auswertbare Aufbereitung der Daten

Energie und Anlageneffizienz

Wo die Energie hingeht, was sie je Gramm kostet und welche Maßnahme das Verhältnis am stärksten verbessert.

  • Analyse des Energieverbrauchs nach Teilsystem
  • Effizienz von Beleuchtung und Klimatechnik
  • Entfeuchtungsstrategie und ihre Energiekosten
  • Lastverschiebung im Tagesverlauf
  • Benchmarking mit vergleichbaren Anlagen

Planen Sie einen Raum oder haben Sie einen, der nicht liefert?

Vor der Investition rechnen wir die Auslegung durch. Im Bestand suchen wir den begrenzenden Faktor.

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